Der Nylonstrumpf als temporäre Aktion – oder: Was können Provisorien?

Ein vielfach zitierter „Klassiker“ – der Nylonstrumpf als Keilriemenersatz – lässt die Funktionsweise von Provisorien anschaulich werden: Ein Provisorium entsteht mit den Mitteln, die gerade vor Ort und unter den gegebenen Umständen greifbar sind, es bezieht sich unmittelbar auf die Situation. Im Falle des kaputten Keilriemens ist die Notwendigkeit zum spontanen Handeln in der Situation gegeben, da man sich weiter fortbewegen möchte, zum anderen müssen Materialien zweckentfremdet werden, da die üblichen Ersatzteile nicht verfügbar sind. In der Konsequenz bedeutet das: für das Problem wurde unter den gegebenen Umständen mit vorhandenen Mitteln eine funktionierende Lösung gefunden. Ausschlaggebend für ein solch eher unkonventionelles Vorgehen ist die Entscheidung, ein kalkulierbares Risiko einzugehen, indem auf Bekanntes und Bewährtes verzichtet wird. Am Anfang des Provisoriums steht ein unvorhergesehener Handlungsanlass, ein zwingender Moment (oder eine Notsituation) und der Entschluss: „Das machen wir erst mal so!“

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