Die Schule des Provisorischen ®

Wer ein Provisorium erstellt, handelt meist spontan und löst aus dem Stegreif ein Problem – zumindest für eine bestimmte Zeit. Die Mittel dazu kommen aus dem was naheliegt, aus einem unmittelbaren Bezugsrahmen.

Das Provisorium ist ein Resultat des Improvisierens, eine Kerntätigkeit, die zutiefst im menschlichen Handeln verankert ist und in nahezu allen Kontexten vorkommt: In kleinen übersichtlichen Situationen (Provisorien im Haushalt) ebenso wie im Hinblick auf gravierende Fragestellungen in offenen Kontexten und unsicheren Verhältnissen. Die Bandbreite ist groß – sie reicht von der Notlösung zur hohen Kunstform in der Musik und den darstellenden Künsten; vom Salatdressing über den improvisierten Tanz, von der spontanen Rede bis zu staatenübergreifenden politischen Entscheidungen.

Improvisation ist milieuübergreifend, kommt in allen Kulturen vor und stellt Gemeinsamkeiten und Analogien zwischen weit entfernten Disziplinen her; es ist ein „radikal interdisziplinäres Feld“, so George E. Lewis in seinem Vorwort zu den „Critical Improvisation Studies“*.

Die »Schule des Provisorischen« ist eine Plattform von Expert-/innen, die sich der Erforschung, der künstlerisch/wissenschaftlichen Anwendung und der didaktischen Vermittlung der Themen „Provisorien und Improvisation“ verschrieben hat.

Wir organisieren Symposien, bieten Seminare und Workshops für verschiedene Zielgruppen an.

Weitere Informationen und Anfragen:
info(at)schule-des-provisorischen.de

*George E. Lewis and Benjamin Piekut: Introduction On Critical Improvisation Studies. THE OXFORD HANDBOOK OF CRITICAL IMPROVISATION STUDIES,Volume 1, Oxford 2016

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